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Business Frühstück mit Lisa Oberzaucher

Am 24.10.2017 luden wir zum Business-Frühstück mit Lisa Oberzaucher. Im Austria Trend Hotel Park Royal Palace erzählte uns die Biologin über ihre Begeisterung zur Biologie und ihr Forschungssubjekt „Homo sapiens“.

Zur Person

Lisa Oberzaucher, Verhaltensbiologin und Evolutionspsychologin von der Universität Wien, ist in den vergangenen Jahren durch die Verleihung des Ig-Nobelpreises (2015) und als Mitglied der Wissenschafts-Kabarettisten „Science Busters“ einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. Sie beschäftigt sich insbesondere mit der Frage, wie wir mit den Herausforderungen der Zukunft und einem "menschengerechten" Leben in Millionenstädten umgehen können. Auch die Entwicklung unserer "physischen, kognitiven und sozialen Eigenschaften“ und deren Wirkungen heute sind Bestandteil ihrer Untersuchungen. Ihr neues Buch "Homo urbanus - Ein evolutionsbiologischer Blick in die Zukunft der Städte“ wurde zum Wissenschaftsbuch des Jahres nominiert.

Ihre eigene Entwicklung

Die Begeisterung für die Natur, die Lisa Oberzauchers Mutter ihr bereits in frühester Kindheit mitgab, legte den Grundstein für die damalige Entscheidung, Biologie zu studieren. Über die Botanik kam sie zu der Verhaltensbiologie, ihrer heutigen Heimat. Der Homo sapiens, also wir Menschen, ist ihr spannendstes und liebstes Forschungssubjekt und die Interaktion mit der Umwelt ist ein zentraler Faktor. 

Rückblickend erscheinen Lisa Oberzaucher Dinge oft logisch und als Endpunkt einer geradlinigen Entwicklung, doch wie in der Evolutionsgeschichte hat diese Wahrnehmung wenig mit der eigentlichen Entstehungsgeschichte zu tun. So war auch ihr Weg zu Homo urbanus, der Mensch der Stadt, den Lisa Oberzaucher in ihrem gleichnamigen Buch beschrieben hat, nicht vorhersagbar und so ist es auch mit der Evolution - oft nicht vorhersehbar.

Ihre Tätigkeit

Das tut Lisa Oberzaucher: Das menschliche Verhalten im Kaffeehaus bis zur Straßenbahn fragt sie nach, sieht sich Verhaltensmuster an, und fragt, warum Menschen zum Beispiel verschiedene Sitzplätze in einem Raum einnehmen, wie unterschiedlich menschliche Bedürfnisse nach „Abstand“ sind, wie weit unsere biologischen Wurzeln Schuld an unserem Verhalten haben und wie wir mit unseren Grundmustern die kommenden Herausforderungen des modernen Großstadtlebens bewältigen werden. Mit ihrem evolutionsbiologischen Blick in die Zukunft der Städte gab sie uns Tipps wie ein funktionierendes soziales Netzwerk - auch in den Großstädten - die Grundvoraussetzung für den Homo sapiens sein kann,  um erfolgreich Ziele zu erreichen.

Ihre Vision

Lisa Oberzaucher ist bewusst, dass durch die steigende Lebenserwartung andere Lebensabschnittspartnerschaften entstehen werden: Denn der Mensch, der Homo sapiens, ist  kein Spezialist, sondern Generalist! D.h., die Monogamie ist eigentlich nicht vorgesehen! Für dieses Thema hat sie übrigens auch den ig Nobelpreis erhalten. Ihr Thema regte zunächst zum Lachen an, und dann zum Grübeln – die Voraussetzung für die Verleihung dieses Preises!

Unser Resumée

Ein spannender Einblick der ganz anderen Art! Herzlichen Dank auch für den Tipp „Wissen ist Macht. Es ist ein Werkzeug, um etwas zu verändern!“, welchen wir mit unserem Netzwerk vollinhaltlich unterstreichen wollen.

 

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